Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU

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MIT in den Medien

"Union muss Tradition und Fortschritt miteinander verbinden"

In MIT in den Medien von Dr. Josef Schlarmann
Freitag, 30. Juli 2010, 11:53 Uhr

Dr. Josef Schlarmann, der Bundesvorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU (MIT), kritisiert im „Handelsblatt-Online“, dass manche in der Volkspartei CDU nur einseitig auf linke Wählerschichten schielen und dabei die Stammwähler, die Basis der Union, aus den Augen verlieren.

" Angesichts des neuerlichen Umfrageeinbruchs für die Union hat der Bundesvorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU, Josef Schlarmann, harsche Kritik an seinem Parteikollegen Peter Altmaier und dessen Überlegungen für eine Modernisierung der Partei geäußert. „Einige aus der Union, wie zum Beispiel der parlamentarische Geschäftsführer der Unions-Fraktion Peter Altmaier, verwechseln Modernisierung mit Anpassung an den Zeitgeist. Der Volksmund weiß aber: Wer den Zeitgeist heiratet kann sehr schnell Witwer werden", sagte Schlarmann Handelsblatt Online.
Altmaier, der als einer der engsten Berater von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gilt, hatte zuvor seine Partei vor einem Rechtsruck gewarnt und erklärt, die Union werde künftig nur dann Wahlen gewinnen, wenn sie sich auch um Wähler links der Mitte kümmere.
Schlarmann sagte demgegenüber, eine Modernisierung der Partei müsse Tradition und Fortschritt miteinander verbinden. „Nur dann können Stammwähler gehalten und neue hinzugewonnen werden.“ Der CDU-Mittelstandschef riet seiner Partei, den Parteitag im November zu nutzen, um die Konservativen und den Wirtschaftsflügel der Partei inhaltlich und personell stärker einzubinden.
Die Regierung müsse zudem „jetzt zum Koalitionsvertrag zurückkehren und ihn endlich zur Grundlage des Regierungshandelns machen“, verlangte Schlarmann. Viele bürgerliche Wähler hätten sich von der Koalition ein Aufbruchssignal und strukturelle Reformen für Deutschland versprochen. Doch stattdessen sei es zu einem „kopflosen Fehlstart der Bundesregierung, zu einem massiven Verlust von Führungspersönlichkeiten und zu einem der NRW-Wahl geschuldeten Stillstand bei den Reformen“ gekommen, kritisierte der CDU-Politiker und fügte hinzu: „All dies hat vor allem die Stammwähler verprellt.“
Schlarmann äußerte sich vor dem Hintergrund einer aktuellen Forsa-Umfrage. Demnach sind CDU/CSU erstmals seit dem Jahr 2000 unter die 30-Prozent-Marke gefallen. Rot-Grün könnte weiter mit einer absoluten Mehrheit rechnen.
Kanzlerin Angela Merkel, die seit zehn Jahren CDU-Vorsitzende ist, sieht trotzdem keinen Grund zur Beunruhigung. Sie setzt nach Angaben von Regierungssprecher Ulrich Wilhelm wegen der anziehenden Konjunktur und der Erholung auf dem Arbeitsmarkt auf eine Trendwende in der Stimmung der Bevölkerung.
In der am Mittwoch veröffentlichten Forsa-Umfrage für das Magazin „Stern“ und RTL verliert die Union im Vergleich zur Vorwoche einen Punkt und kommt nur noch auf 29 Prozent. Die FDP gewinnt einen Punkt, bleibt mit fünf Prozent aber weiterhin schwach. SPD und Grüne hätten erneut eine absolute Mehrheit der Mandate, wenn an diesem Sonntag Bundestagswahl wäre.
Mit insgesamt 34 Prozent verharrt Schwarz-Gelb auf dem niedrigsten Wert, den das Institut seit Beginn seiner kontinuierlichen Umfragen für den „Stern“ 1986 für die drei Parteien gemeinsam gemessen hat. Unter 30 Prozent lag die Union im Stern-RTL-Wahltrend zuletzt Anfang 2000 auf dem Höhepunkt der CDU-Spendenaffäre - bei der Bundestagswahl im September 2009 hatte sie 33,8 Prozent der Stimmen erreicht.“

Den Politikaufmacher im „Handelsblatt-Online“ von Dietmar Neuerer finden Sie unter folgendem Link: http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/nach-umfrageeinbruch-cdu-mitt...

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