In Pressemitteilungen von Dr. Josef Schlarmann
Mittwoch, 01. September 2010, 13:41 Uhr
Dr. Josef Schlarmann, Vorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU erklärt anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der Unterzeichnung des Einigungsvertrags:
Am 31. August, um 2.08 Uhr morgens vor 20 Jahren, war es soweit. Der Einigungsvertrag stand. Ein rund 1000 Seiten umfassender deutsch-deutscher Vertrag, der mehr als 50 Jahre der Teilung unseres Volkes beendete. Ein Tag der Freude, ein Tag des Mutes der Menschen in der DDR. Selbstständig und friedlich warfen sie die Fesseln des Kommunismus ab und machten die Deutsche Einheit möglich. Dieser Vertrag ist bis heute ein Meilenstein in der demokratischen Entwicklung unseres Landes, der gerade auch der jungen Generation vor Augen führt, worin die Unterschiede zwischen Demokratie und Diktatur, zwischen Freiheit und Fremdbestimmung liegen.
Gerade vor diesem Hintergrund stimmt es bedenklich, dass der ehemalige SPD-Parteichef Matthias Platzeck, zurzeit als Ministerpräsident in einer Koalition mit der Linkspartei, sich deren abwegiges Geschichtsbild und Vokabular zu Eigen macht. Anstatt im Zusammenhang mit der Wiedervereinigung, mit dem Stolz eines ehemaligen DDR-Bürgerrechtlers, von Selbstbefreiung und Selbstbestimmung zu sprechen, entwertet Platzeck mit der Übernahme der nationalsozialistischen Terminologie des „Anschlusses“ diesen Tag der Freude und gelebter Demokratie. Es stimmt bedenklich, dass sich auch auf diesem Feld die Sozialdemokraten immer weiter der geschichtsverklitternden Linkspartei annähern, deren Vorsitzende Gesine Lötzsch erklärt hat: „Der Einigungsvertrag war ein Anschlussvertrag, der nicht zwischen zwei souveränen Partnern verhandelt wurde."